Wer sagt die Zeit bei der Bundeswehr hätte ihn nicht Geprägt der Lügt......

Es war Ungewohnt, es war Neu und es war Fremd. 18 Jahre alt und ab zum Bund, ob man wollte oder nicht. In diesem Alter hat man noch andere Dinge im Kopf. Das alles wird am Eingang der Kaserne Abgelegt. Hier Herrscht ein anderer Ton, eine andere Welt. Und man muss das unbedingt Ernst nehmen. Es ist kein Spiel. Heute, 40 Jahre später sehe ich alles mit anderen Augen. Jetzt wünsche ich mir die Zeit zurück, hätte beim Bund noch eine zweite Ausbildung machen können, unter Umständen eine Karriere Hinlegen können. Offizierslaufbahn... ich darf gar nicht daran Denken. Aber wenn Du 18 bist und noch Flausen im Kopf hast dann läuft das Gehirn nicht in Geregelte Bahnen. Die Lent Kaserne und die Fernmelde Ausbildungs Kompanie 4/1 haben mich Geprägt, denn es war Kalter Krieg zu der Zeit. Vielleicht komme ich noch mal zurück, mir das alles noch mal Ansehen. 

Und noch eins ist Geblieben, der Respekt und die Achtung vor unseren Soldaten die auch im Ausland ihren Dienst tun und für uns den Arsch her halten. Und die Ehrfurcht vor unseren in Friedenszeiten Gefallenen Kameraden.........


Arbeitsplatz 1980

Schreibfunk ist ein für die EloKa unerlässliches MUSS. In Verbindung mit dem Verschlüsselungsgerät KW-7 damals das Optimale Gespann.

Radar Russland

OHZ, Over Horizon Radar in Russland. Die meisten Radare dort sind Verfallen aber die die noch Arbeiten sorgen Regelmässig für Funkstörungen.

Funkkoffer

Alter Unimog mit Technischem Inhalt. Ich Liebe dieses Fahrzeug.



Tag 1, 2.1.1980

Januar 1980

Treffpunkt Hauptbahnhof Düsseldorf, Morgens um 7 Uhr. Auf den Bahnsteigen ist die Hölle los. Hunderte Junger Männer zum Teil mit ihren Familien Verabschieden sich. Es wird Ernst. Die Einteilung erfolgt durch Soldaten, Zack Zack, wenig Zeit. Bestimmte Harte Worte und ab  in den Zug. Es gibt kein zurück mehr. In den Abteilen selber ist jeder mit sich selbst beschäftigt, alle sind gespannt was auf sie zu kommt. Meine Fahrt ging nach Coesfeld in Westfalen. Am Nachmittag dort Angekommen erst mal in ein Gebäude um uns Anzuhören das unsere Fahrt noch nicht zu Ende ist. Die Kompanie FmAubKp 4/1 wurde nach Rotenburg Wümme Verlegt. Toll, mitten in der Pampa. Und im strengen Winter. 20 Uhr Angekommen...

Zu Essen gibt´s nix mehr, nur Tee. Einweisung in Militärischem Ton, alles läuft ab jetzt anders.


Tag 2, 3.1.1980.......

Frühmorgens 6 Uhr. In den Fluren Wecken die Unteroffiziere die neuen Rekruten. Und zwar ziemlich Laut so das jeder fast in seinem Bett steht. Zack in die Waschräume danach alle in die Blauen Trainingsanzüge Antreten draußen und ab in die Kantine Frühstück Fassen. Alles schnell schnell und zurück in die Kompanie. Dort Ansprache wie jeder zu stehen hat, Hände an die Hosennaht, Stillgestanden.....Scheiße Kalt draußen in den Blauen Klamotten. Danach Reviere Eingeteilt, wer Putzt was und wann. Stuben Reinigen und draußen Antreten. Das geht noch ein paar mal so an diesem Tag. Gemeinsam zur Einkleidung. Hektik, alles in den Seesack packen, wer Fertig ist raus und warten. Kalt. Wieder in die Kompanie. Alle auf den Stuben, die Vorgesetzten und Zugführer sind in jeder Stube. Lernen wie die Spinde Eingeräumt werden. Wie die Betten Gebaut werden. Am Nachmittag Dienstschluss. Ab 22 Uhr Bettruhe Licht aus. Vorher noch Stube Abmelden. Schnarch...... 

 

 


Folgender Auszug über das FmBtl 120 in ROW mit freundlicher Genehmigung von Herrn Paul J. Stadler, Hptm. d. Reserve

 

 

 

FmBtl 120 (EloKa)

FmRgt 120 (EloKa)

1957 - 1992

1992 - 1994

 

 

 

Zum gemeinsamen Gästebuch von 120 und Freundeskreis gehts HIER

 
 

Fernmeldebataillon 120

- ein Verband der Elektronischen Aufklärung -

 

(Auszug aus Chronik und div. Festschriften des FmBtl / FmRgt 120)

Bei der Aufstellung der Bundeswehr im Jahre 1956 wurden auch Verbände und Einheiten der elektronischen Kampfführung vorgesehen. Jedem der damaligen drei Korps wurde ein Bataillon zugeordnet. Als Standort für das EloKa-Bataillon des I. Korps wurde die Lent-Kaserne in Rotenburg (Wümme) bestimmt.

Anfang Juli 1959 wurde durch das BMVg der Aufstellungsbefehl für das Fernmeldebataillon 120 erlassen. Am 20.07.1959 traf in Rotenburg ein Vorkommando, bestehend aus 12 Soldaten, unter Führung von Leutnant Brückner ein. Die Soldaten fanden in der Lent-Kaserne eine völlig verwahrloste Baracke (Block 36) vor, die nur Platz zur Unterbringung von 120 Mann bot. Geschäftszimmer, Lagerräume und Lehrsäle standen nicht zur Verfügung. Unter schwierigsten Begingungen bereitete das Vorkommando die Unterkünfte vor. Und am 01.08.1959 konnte der mit weiteren Soldaten aus Bergisch Gladbach ankommende erste Bataillonskommandeur, OTL Opitz, die Unterkunft übernehmen.

Das Bataillon bestand zu diesem Zeitpunkt aus 6 Offizieren, 42 Unteroffzieren und 72 Mannschaften. In der Folgezeit wurden noch einige zusätzliche Baracken (Feldhäuser) errichtet, um die Unterkunftssituation erträglicher zu gestalten und um Platz für weitere zuzuversetzende Soldaten zu haben.

Im Oktober1959 fand das Richtfest für die Bundesdarlehnswohnungen am Heideweg statt und die verheirateten Soldaten konnten absehen, wann die Trennung von den Familien ein Ende haben würde. Da in Rotenburg nicht in ausreichender Anzahl Bundesdarlehnswohnungen zur Verfügung standen, wohnten für eine Übergangszeit einige Familien in Wohnungen, die für die niederländische Garnison Seedorf in Zeven vorhanden waren.

Seit 1959 wurde das FmBtl 120 weiter personell und materiell aufgestockt. 1960 wurden die ersten Rekruten zum Bataillon einberufen und hier für einen Einsatz im EloKa-Fachdienst ausgebildet. Erste Übungseinsätze des Batailons fanden im Herbst 1960 und 1961 statt. Bis zum 01.05.1962 konnten die vorgesehenen drei Kompanien aufgestellt werden. Das Bataillon hatte nun eine Stärke von 579 Soldaten.

Die Einsatzgrundsätze des Bataillons wurden in einer ersten Planübung im Februar 1963 erprobt. An der Übung nahmen u.a. teil: BrigGen Krantz (Stv. KG und Kdr KorpsTr I.Korps), Oberst Beyling (KorpsFmKdr 1) und Oberst Mettig (Kdr FmStab 60).

Am 16.09.1963 wurde die FmAusbKp 428 von Oldenburg i.O. nach Rotenburg (Wümme) verlegt und dem FmBtl 120 unterstellt. Die Kompanie war am 01.04.1962 beim FmBtl 11 aufgestellt worden.

Ab Mitte 1963 begannen der Dauereinsatz des Bataillons in der HF-Erfassung und in der Heerespeilbasis sowie der Einsatz der VHF- und EloAufkl-Teile im (damals) grenznahem Raum. 1964, fünf Jahre nach Aufstellungsbeginn, konnte das Bataillon endlich die neu errichteten Unterkunftsgebäude beziehen.

Am 01.04.1973 wurde aus Teilen der 3./FmBtl 120 die Fernmeldekompanie 621 aufgestellt und am 01.10.1974 nach Neumünster verlegt und dem FmBtl 6 unterstellt. Ebenfalls aus Teilen der 3./FmBtl 120 erfolgte am 01.04.1974 die Neuaufstellung der FmKp 945 in den Standorten Schaafhausen und Ehra Lessien. Diese Kompanie wurde am 01.10.1976 dem FmStab 94 in Daun unterstellt.

Am 01.04.1978 wurde das FmBtl 120 erneut umgegliedert. Es enstanden die FmKp 3 (für die 3. PzDiv) und die FmKp 11 (für die 11. PzGrenDiv). Das FmBtl 120 hatte nun zusammen mit den “D”-Kompanien und der AKp (AusbKp 428) eine Gesamtstärke von ca. 1000 Mann.

Im Oktober 1979 wurde die FmAusbKp 4/I neu aufgestellt und dem Bataillon unterstellt.

Nach jahrelanger Improvisation konnten 1980 die Arbeitsbedingungen des im ständigen Auftrag eingesetzten Personals entscheidend verbessert werden. Das neue Fernmelde-Sondergebäude und das dazugehörige Antennenfeld an der B71 konnten endlich in Betrieb genommen werden. Kurze Zeit darauf hielt für das Bataillon mit der Inbetriebnahme der Datenfernübertragungsstation auch die moderne Technik Einzug in den täglichen Aufklärungsbetrieb.

Aber noch mehr tat sich in den 80er Jahren: Im Juli 1980 wurde die FmAusbKp 428 in FmAusbKp 5/I umbenannt. 1981 wurde die FmAusbKp 4/I dem FmKdo 1 in Münster unterstellt. Und ein Jahr später ebenfalls die FmKp 3 und 11. Von 1984 bis 1988 wurde aus dem II.Zug der FmKp 945 in Neu Tramm die FmKp 1 aufgestellt. Im Oktober 1989 musste die FmAusbKp 5/I Rotenburg verlassen und wurde nach Clausthal-Zellerfeld verlegt.

Im Juli 1989 feierte das FmBtl 120 sein 30jähriges Bestehen. Mit einem “Tag der offenen Tür” nahm die Bevölkerung daran teil. Im gleichen Jahr wurden die ersten VHF-Peiltrupps auf TPz Fuchs eingeführt. Leistungsfähigkeit uind Beweglichkeit der D-Kompanien wurde hierdurch erheblich gesteigert.

Mit Beendigung des “Kalten Krieges” zwischen Ost und West und der deutschen Wiedervereinigung 1990 änderte sich auch zwangsläufig der Aufklärungsauftrag des FmBtl 120. Im Fm-Sondergebäude kam fortan weniger Personal für Erfassung und Auswertung zum Einsatz. Nach und nach verringerte sich der Schichtdienst, der jahrelang “rund um die Uhr” Schwerpunkt der Arbeit in den FmBtl EloKa gewesen war. Ebenso wurden die in der Vergangenheit äusserst häufig stattfindenden Aufklärungsübungen und -einsätze entlang der innerdeutschen Grenze drastisch zurückgeschraubt. Betroffen waren hier insbesondere die FmKp 3 und 11 sowie der RiFuAufklZg der 2./120, die ihre Einsatzorte Schutschur, Bahrdorf und Schöningen ebenso vermissten wie die Mitwirkung an Heeres-Großübungen, bei denen sie regelmäßig ihr Können unter Beweis stellen durften. 

 

Fernmeldetruppe EloKa

Die EloKa ist eine Truppengattung der Bundeswehr, die für die elektronische Kampfführung (EloKa) zuständig ist. Als Teil der Streitkräftebasis stellt sie ihre Dienste allen drei Teilstreitkräften der Bundeswehr zur Verfügung.

Inhaltsverzeichnis  

1 Unterstellung und Geschichte

2 Auftrag und Organisation

2.1 Mobile Verbände

2.1.1 Aufklären (EloUM)

2.1.2 Stören (EloGM)

2.1.3 Schutz eigener Kommunikation (EloSM)

2.2 Stationäre Verbände

2.3 Mögliche künftige Aufgaben

3 Stützpunkte

 

Unterstellung und Geschichte

Im Zuge der Neuausrichtung der Bundeswehr wurde 2000 die Streitkräftebasis geschaffen. Ihr wurden die bis dato getrennten EloKa-Einheiten von Heer, Luftwaffe und Marine dem Kommando Strategische Aufklärung in Rheinbach unterstellt. Zu ihm gehörten auch die Fernmelderegimenter des Heeres, aus denen jeweils die EloKa-Bataillone in den drei Korps hervorgegangen sind (das EloKa-Bataillon 922 in Donauwörth war früher das Fernmeldebataillon 220, später Fernmelderegiment 220). Aus dem Fernmelderegiment 320 ging das Bataillon EloKa 932 in Frankenberg hervor.

Bis zur Neuausrichtung waren jeder Division eine EloKa-Kompanie, jedem Korps ein EloKa-Bataillon unterstellt; so stellten sie sicher, dass im Einsatzraum der Fernmeldeverkehr beim Gegner überwacht oder gestört werden konnte. Zurück gehen die Aufgaben der EloKa-Truppe auf die Horchkompanien der Nachrichtentruppe der Wehrmacht.

Auftrag und Organisation

Mobile Verbände

Die Aufgaben von mobilen EloKa-Verbänden lassen sich in drei Bereiche gliedern:

Aufklären (EloUM)

Mittels hochempfindlicher Empfangsgeräte werden durch geeignete Messverfahren feindliche Funkabstrahlungen erfasst, aufgezeichnet und ausgewertet sowie deren Quelle ermittelt, um daraus abgeleitet geeignete Gegenmaßnahmen einleiten zu können (z. B. Luftwaffeneinsatz, Artillerie-Schlag). Die so gewonnenen Informationen können über Stärke, Position und Pläne des Gegners Aufschluss geben.

Stören (EloGM)

Durch das Stören der Signale des Gegners wird dieser in seiner Handlungsfähigkeit eingeschränkt. Stören umfasst einen weiten Bereich, der von Falschzieldarstellung über Geräteausfallsimulation beim Gegner bis zum Übersteuern dessen Prozessdatenverarbeitung reichen kann. Deshalb gewinnt der elektronische Kampf entscheidende Bedeutung in kommenden Kriegs-Szenarien.

Schutz eigener Kommunikation (EloSM)

Das Aufgabenspektrum des elektronischen Kampfes umfasst auch Maßnahmen, feindliche EloKa-Verbände davon abzuhalten, die eigenen Ausstrahlungen zu erfassen oder zu stören. Diese Aufgabe gehört zwar zur EloKa, ist aber Aufgabe aller Truppengattungen.

Stationäre Verbände

Ortsfeste EloKa-Verbände in allen drei Teilstreitkräften betreiben Fernmelde- und elektronische Aufklärung in der Regel über Distanzen im mindestens dreistelligen Kilometerbereich.

Die Gesamtheit dieser Aufgaben wird als elektronischer Kampf (in der Bundeswehr) oder elektronische Kriegsführung (englisch electronic warfare) bezeichnet. Da ihr Auftrag die EloKa-Truppen quasi zu einem militärischen Nachrichtendienst macht, werden sie in den USA auch als signal intelligence (SIGINT) bezeichnet.

Mögliche künftige Aufgaben

In der Zukunft wird auch der Bereich der Optronik zu den Aufgaben der Fernmeldetruppe EloKa gehören. Dies umfasst zum Beispiel die 3D-Laser-Darstellung (Target Designation) von Zielen, die vor allem in den USA vorangeschritten ist. Target Designation wird beispielsweise dazu benutzt, scheinbare Ziele zu projizieren und damit feindlicher Sensorik falsche Ziele oder Ziele in falscher Menge vorzugeben. Gegnerische Aufklärung und Waffenwirkung können dadurch reduziert werden. Ebenso wird umgekehrt an der Aufklärung von Laser-Signalen gearbeitet.

Stützpunkte

Die Bundeswehr war in drei Fernmeldebereiche untergliedert, die direkt dem Kommando Strategische Aufklärung unterstellt waren.

Fernmeldebereich Ortsfester Stützpunkt Mobiles Bataillon

FmBer 91 (Flensburg, aufgelöst) FmAufklAbschn 911 (Stadum) (wird EloKaBtl 911) EloKaBtl 912 (Nienburg a. d. Weser)

FmBer 92 (ehem. FmBer 70, Trier, aufgelöst) FmAufklAbschn 921 (Berlin Gatow) aufgelöst EloKaBtl 922 (Donauwörth) (aufgelöst)

FmBer 93 (ehem. FmEloAufklBrig 94; Daun, aufgelöst) FmAufklAbschn 931 (ehem. FmAufklRgt 940; Daun; wird EloKaBtl 931)

 


Feldfernsprecher, Feldtelefon, Vermittlung, Multimeter.

Fernsprecher FFOBZB

Man kennt und Benutzt sie seit dem 1. Weltkrieg bis heute. Immer noch Erfüllen sie ihren Zweck. Man schließt einfach das Feldkabel an und schon kann es los gehen. Im Bild Unten mit Wählzusatz. Die Fernmelder Besitzen einen Schlüssel für die Grauen Anschlusskästen die man überall am Straßenrand sehen kann. Dort kann man den FF direkt Anschließen.

Feldvermittlung 10 A  für Feldtelefon

Die Vermittlung wird meist vom FkbTrp 10 Geführt der VERTEIDIGUNGS-Unterstellt ist. Hier sehen wir eine mit 10 Anschlüssen. Kann ohne weiteres aber auch Aufgestockt werden. Hierzu Gehört auch ein Blitzschutz der in jedem Tupp zur Ausrüstung gehört.

Multimeter IRU

Alle FM Einheiten Führen ein Multimeter mit sich. Das ist insbesondere wichtig für die Kabeltrupps. Man kann schnell feststellen ob sich der Feind in eine Bestehende Leitung "Eingeklinkt" hat. Ebenfalls kann man Prüfen ob das Kabel irgendwo Zerschnitten wurde.



SEM 80 / 90

Das SEM 80

Der Sender/Empfänger, mobil SEM 80 ist ein mobile Landfunkstelle und gehört zur Funkgerätefamilie SEM 70/80/90, die ab 1986 bei der Bundeswehr die SEM 25 und SEM 35 ablösten. Mit zusätzlicher Baugruppe Leistungsverstärker LV-90 entsteht aus dem SEM 80 das SEM 90. Beide werden überwiegend in Fahrzeuge der Bundeswehr (u.a. im Schützenpanzer Marder) als Truppenfunk (mobiler Landfunkdienst) eingebaut und sind wie das Grundmodell SEM 70 mit Handwahl (HW) oder automatischer Kanalwahl (AKW) zu bedienen. Zur Sprachcodierung wird die Deltamodulation verwendet und die Datenübertragung beträgt 16 kbit/s. Das Gerät arbeitet im Frequenzbereich 30,000–79,975 MHz (VHF-Truppenfunk) im 25-kHz-Kanalraster und hat somit 2000 Kanäle.

Relaisbetrieb, Datenübertragung, Sprach- und Datenverschlüsselung ist mit Zusatzgeräten möglich.

Reichweiten

SEM 80 FA zu FA FA zu STA STA zu STA
kleine Leistung 5 km 7 km 10 km
große Leistung 9 km 13 km 17 km
 
SEM 90 FA zu FA FA zu STA STA zu STA
kleine Leistung 9 km 13 km 17 km
große Leistung 15 km 22 km 30 km


SEM 35

Das Sender/Empfänger, mobil SEM 35 ist ein Sprechfunkgerät, das zum Teil noch bei der Bundeswehr neben den neueren Geräten SEM 70 sowie den SEM 80/90 genutzt wird.

Das SEM 35, das die tragbare Variante des SEM 25 darstellt, jedoch nur mit schaltbaren 1 W bzw. 150 mW, kann mit seiner sparsameren Stromverwaltung und den abnehmbaren Batteriekasten als tragbares Funksprechgerät oder als Relaisstelle und mit Fahrzeugmontagesatz (Mounting) / Grundplatte verwendet werden. Das Gerät besteht im mobilen Trageeinsatz aus Sender-Empfänger-Gehäuse inkl. Batteriebehälter und wiegt dabei ohne Batterien 8,4 kg. Zum Ergänzungssatz gehören hierbei neben der Rückentragetasche eine kurze und eine lange Antenne mit den jeweiligen Antennenfüßen sowie ein Handapparat, üblicherweise wie auch bei dem SEM 25 das H-33F/PT aus der H-33-Serie. Die Grundplatte für den Fahrzeugeinbau mit den Abmessungen 222 mm × 298 mm × 365 mm wiegt nochmals 7,71 kg. Im eingebauten Zustand wird das Gerät über das 24-V-LKW-Bordstromnetz betrieben, und nicht wie im Trageeinsatz mittels 18-V-Batterien (Batteriekasten mit zwölf Mono-Trockenbatterien = Größe D). Handelsübliche Trockenbatterien mit einer durchschnittlichen Kapazität von 16 Ah erlauben es, das Gerät im Standbybetrieb (ca. 110 mA) mit geschlossener Rauschsperre sechs Tage zu betreiben. Der Verbrauch mit kleiner Leistung liegt bei 390 mA bzw. mit großer Leistung (1 W PEP) 560 mA, was einem theoretischen Dauerbetrieb (laut TDv sollte diese jedoch <10 % der Standbyzeit liegen) von zwei bzw. einem Tag entspricht. Das SEM 35 ist erschütterungsbeständig und druckwasserdicht.

Es kann stationär oder im Fahrzeug mit fester Antenne verwendet werden, hierzu gibt es wie bei dem SEM 25, einen Antennenkoppler „AGAT“, das Fehlanpassungen mittels Kapazitivität „C“ bzw. Induktivität „L“ (einstellbar per 2,5-mm-Vierkantschlüssel, vgl. Großuhrenschlüssel Größe 1), ausgeglichen werden. Das AGAT, angeschlossen an die Grundplatte, wird mittels eines Steuerkabels auf die eingestellte Frequenz gestellt, der übliche Antennenfuß ist der MP-65, auf dem Stäbe mit der jeweiligen Länge von je 1 m bzw. je 50 cm gesteckt werden. Für den Funkbetrieb auf dem 10-Meter-Band und 6-Meter-Band eignen sich 3 × 1-m-Stäbe für Lambda/4 und Lambda/2. Das AGAT sollte mittels SWR-Meter in 1-MHz-Schritten auf die verwendeten Bänder eingestellt werden. Portabel, aufgestellt oder im Tornister, gibt es einen flexiblen Antennenfuß (22 cm lang), auf den eine flexible Blattantenne geschraubt werden kann (75 cm lang) oder eine lange Steckantenne (2,66 m) für mehr Reichweite mit einem halbstarren, federnden Antennenfuß (22 cm lang). Diese Antennen sind resonant für den ganzen Frequenzbereich. Die Reichweite beträgt im Stand (Steckantenne mit großer Leistung) etwa 30 km.

Optional gibt es für das SEM 35 einen Peilzusatz. Für die Ausbildung gibt es den Funkstörsimulator ECM/FSS 209, der zwischen Handapparat und den Mikrofoneingang des Transceivers oder einer Lehranlage geschaltet werden kann. Der NF-Anschluss ist ein U-127-U-spezifizierter NATO-Stecker, folgendermaßen belegt:

– A = Empfangston (Rx +), geregelt von Lautstärkeeinstellung – B = Empfangston (Rx −) – C = Mikrofon (Tx +) – D = geschaltete 6V-Stromversorgung für Kohlemikrofon – E = 6V-Spannungsausgang für Kohlemikrofon – F = PTT (TX = auf Masse) – H = Masse – J = unbelegt (ausschalten bei 24 V bei SEM 25) – K = unbelegt – L = Empfangston, ungeregelt (unabhängig von Lautstärkeeinstellung) 

B und H kann auch zusammengeschaltet werden

wird erweitert

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